Vitamine
multiple sklerose
kongressauslese
schmerztherapie
alzheimer
Parkinson
Kontakt-Formular
Impressum

Stuttgart, 21.05.12 (KM) – Dem Typ 2-Diabetiker geht seine Zuckerkrankheit insbesondere an das Herz. Leider ist die Sterblichkeit am Herzinfarkt 2.5fach höher im Vergleich zu einem Nichtdiabetiker. Nun weiß man, dass oft ein Thiamin-Mangel beim Typ 2-Diabetiker vorliegt. Tierexperimentell, so Prof. Oliver Schnell, München, mehren sich aber die Hinweise dafür, dass Thiamin die Durchblutungssituation des Herzens deutlich verbessern kann – schade also eigentlich, denn Thiamin ist nichts anderes als ein wasserlösliches B-Vitamin, das einem kaum schaden kann nur nützen – daher das Fazit von www.besserenerven.de: Diabetiker sollten B-Vitamine zur Vorbeugung einnehmen!

 

Wenn der Diabetes zu Herzen geht

In Deutschland erleiden jährlich rund 27.000 Diabetiker einen akuten Herzinfarkt. Fast ein Drittel der Patienten weist eine diabetische Stoffwechsellage auf, ein weiteres Drittel eine gestörte Glukosetoleranz. Die überzuckerte Lage im Gefäßsystem verursacht Stress und „schlechte“ Stoffwechselabbauprodukte, so dass erneut die Gefäße leiden – würde man diesen Stress mindern, werden die Gefäße wieder weit. Zucker und oxidativer Stress hängen linear zusammen. „Das haben wir unterschätzt, dass auch kurzfristige Blutzuckerschwankungen eine so große Rolle spielen“, so Schnell.

„Sie können davon ausgehen, dass ein 50jähriger Typ 2-Diabetiker eine im Mittel um sechs bis sieben Jahre reduzierte Lebenserwartung hat gegenüber einem Nichtdiabetiker“, so Prof. Schnell.

Der HbA1c ist ein viel zu unzuverlässiger Wert, um den Diabetes zu diagnostizieren, unbedingt soll man den oralen Glukosetoleranztest machen! Denn der führt mit 3-4facherer Sicherheit zur richtigen Diagnose des Typ 2- Diabetes, der HbA1c ist dagegen viel zu unsicher, meinte Schnell (Silent Diabetes Studie).

Gestörte Glukosetoleranz und die Ausprägung der koronaren Herzkrankheit (KHK) stehen dabei in einer direkten Korrelation zueinander. „Doch intensive Behandlung bringt etwas – dafür ist es nie zu spät, so Schnell. Thiamin kann ein wichtiger Ansatz sein, um die endotheliale Dysfunktion zu verbessern.“ Untersuchungen belegen das. Das heißt die Gefäße werden durch Thiamin weit! Tierexperimentell schützt Benfotiamin vor diabetischer kardialer Funktionsstörung. Über 16 Wochen im Tiermodell kommt es zur Verbesserung der Durchblutung im Herzen, Herzzellen sterben weniger ab und es kommt zu weniger Bildung von Bindegewebe im Herzen. Benfotiamin verbessert die Überlebensrate nach Herzinfarkt, fördert die Erholung im Gewebe und auch die Gefäßneubildung. Es gibt also deutliche Hinweise dafür, dass Benfotiamin das Herz vor Zuckerschäden schützen kann, indem es oxidativen Stress und die Anhäufung von schlechten Stoffwechselprodukten (AGE) hemmt. Thiamin zeigt auch eine schützende Wirkung bei diabetischer Nephropathie (Nierenerkrankung), wenn es pro Tag mit 3 x 100mg Thiamin über 3 Monate gegeben wird. Benfotiamin ist deutlich besser bioverfügbar als Thiamin.

Weiter